Tierrechtsgruppe Bonn

(Beitrag zum 1. Mai 2015 siehe unten)

Wir haben 2005 als Tierbefreier Ortsgruppe Bonn begonnen, uns aktiv mit verschiedenen Aktionen in Bonn und Umgebung für Tierrechte zu engagieren. Seit 2009 sind wir zudem Teil des Nandu-Netzwerkes, das gesellschaftliche Tierbefreiung mit ökologischen und anderen emanzipatorischen Bewegungen verbindet.

Kühe, Schweine, Hühner, Füchse, Wale oder Nerze möchten genauso wie Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen und nicht von anderen Individuen ausgebeutet, gefangen gehalten, verletzt oder getötet werden. Ein wesentlicher Schritt dafür ist, dass Tiere als Individuen mit eigenen Interessen angesehen werden und nicht mehr als Besitz, über den mehr oder weniger frei verfügt werden darf.

Das Ziel der Tierrechtsgruppe Bonn ist es, Themen wie Tierrechte und Veganismus in der Gesellschaft zu verbreiten. Wir möchten ein Umdenken hin zu einer Gesellschaft bewirken, in der die Unterdrückung und Ausbeutung menschlicher und nichtmenschlicher Individuen nicht mehr zum Alltag gehört.

Dafür organisieren und beteiligen wir uns an Demos gegen jegliche Tierausbeutung, organisieren Infostände auf Festivals, Sommerfesten, sonstigen Events oder einfach in der Fußgängerzone. Wir veranstalten vegane Brunches, Kochkurse oder auch mal ein „Candle light Dinner“, um zu zeigen wie mensch vegan leben kann.

Ein wichtiges Thema ist aber auch die Repression gegen Tierrechtler_innen, die vor Allem in Österreich ein unfassbares Maß erreicht hat.

Da es uns nicht nur um „die Tiere“ geht, sondern wir Tierrechte in einem gesellschaftlichen Gesamtkontext sehen, sind wir auch innerhalb der Gruppe herrschaftskritisch, basisdemokratisch, emanzipatorisch, vegan und was sonst noch so alles dazu gehört.
TiBo – Die Tierrechtsgruppe Bonn

Beitrag zum 1. Mai 2015

Kritik der kapitalistischen Tierausbeutungsindustrie

Tierausbeutung, Menschenrechtsverletzung, Naturzerstörung – ein kapitalistischer Wettbewerb bestimmt unseren Tagesablauf und geht mit menschlicher Verrohung einher, die ein solidarisches Miteinander zwischen Lebewesen unmöglich scheinen lässt. Trotz der Unfähigkeit, Lösungen zu den massiven sozialen und ökologischen Problemen unserer Zeit zu bieten, verteidigen die vorherrschenden Regierungen den Profitgedanken. Durch die damit verbundene autoritäre Spar- und Kürzungspolitik stürzen sich viele Menschen in Ländern wie Griechenland und Spanien in den sicheren Abgrund.

Auch hierzulande dringt der Kapitalismus in alle Lebensbereiche ein. So werden durch Wohnraumspekulation und Luxussanierung ärmere Menschen aus den Innenstädten verdrängt. Gleichzeitig werden die Rechte von Arbeitnehmer_innen zunehmend beschnitten. Für „Ruhe und Sicherheit“ weiten staatliche Einrichtungen die Überwachung aus und verschärfen die Repression gegen soziale Bewegungen. In vielen Teilen Europas können dank barbarischer Massentierhaltung tierische Produkte sehr preisgünstig angeboten werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass z.B. in Südamerika riesige Regenwaldflächen abgeholzt werden, was Klimaveränderungen und die Vertreibung der dortigen Bäuer_innen mit sich bringt. Stattdessen entstehen endlose, chemisch verseuchte Monokulturen, die Soja oder Mais für Tierfabriken produzieren oder Weideflächen für sogenannte Nutztiere.

Mit jeder Minute wird klarer: das herrschende System zielt auf die Reduzierung lebender Wesen zu Produktionsgütern und auf deren effiziente Verwertung. Immer mehr Menschen werden sich über diese Zustände bewusst und entscheiden sich als Konsequenz für eine vegane Lebensweise.
Während sich überall auf der Welt Widerstand regt, Alternativen gelebt werden und jegliche Herrschaft in Frage gestellt wird, dürfen auch wir Tierrechtler_innen/ Tierbefreier_innen nicht inaktiv bleiben. Wir kämpfen dafür, dass Lebewesen mehr sind, als verwertbare Ressourcen auf dem Weg zur Profitmaximierung. Aus diesem Grund ist Tierrechts-/ Tierbefreiungsarbeit auch immer mit der Emanzipation des Menschen verbunden. Denn ein emanzipierter Mensch und ein solidarisches Miteinander aller Lebewesen sind beste Voraussetzungen, die Herrschaft des Menschen über alles andere in Frage zu stellen. Dieser Emanzipation steht eine neoliberale Wirtschaft im Weg. Sie trägt zur weiteren Entfremdung von Mensch und Natur bei und stärkt die Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen von Tieren auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit. Denn ein unveganer Anarchismus ist ein Widerspruch in sich!

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

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