Heraus zum libertären 1. Mai 2014 [Aufruf der ASJ-BN]

 

„Die Zeit wird kommen, wo unser Schweigen stärker ist, als die Stimmen, die Sie heute erdrosseln.“ – August Spies, hingerichtet im November 1887

Es wird mal wieder Zeit auf die Straße zu gehen, der erste Mai steht vor der Tür. Da lässt sich jetzt die Frage stellen, warum eigentlich sollte mensch das eigentlich noch machen? Ist das nicht ein völlig abgedroschenes altes Ritual? Continue reading

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Tschüss Winter!

Schon lange gab es hier nichts mehr Aktuelles. Dabei sind libertäre Gruppen in Bonn weiterhin am Ball! Hier ein paar Beispiele:

refugees welcome e.V. kämpft mit den Behörden, sammelt Spenden aller Art und organisiert Soli-Partys:

Frei­tag, 14. Fe­bru­ar, ab 18 Uhr im Kul­t41, Hoch­sta­den­ring 41: So­li-​Kon­zert für Ge­flüch­te­te: MAKE SOME NOISE FOR RE­FU­GEES im Kul­t41

und

Frei­tag, 14. März, Os­car-​Ro­me­ro-​Haus, Heer­stra­ße 205, Bonn: Re­fu­gees-​Wel­co­me-​So­li­par­ty im Os­car-​Ro­me­ro-​Haus

– Die ASJ sammelt Spenden für Genoss*innen auf den Philippinen und hält uns mit ihrem Blog auf dem Laufenden.

– Nach langer Pause wird LiZ wieder im Stadtbild sichtbar und hat außerdem einen neuen Aktionskonsens.

– Die FAU hat gerade ihre letzte Veranstaltungsreihe beendet, plant schon die nächste und startet außerdem mit ihrem Kollektiv-Verzeichnis ohne-chef.org durch.

– Und, und, und, und … für weitere Aktivitäten seht euch die Seiten der einzelnen Gruppen in der Linkliste an.

Außerdem empfehlen wir euch immer den Blick auf Bonn Info:
bonn info

Schließlich sagen wir euch schon jetzt:
Freut euch auf den 1. Mai!
Auch dieses Jahr haben wir uns einiges vorgenommen…

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Rede gegen die Arbeit

Redebeitrag der Gruppe Phoenix auf der 1. Mai-Demonstration:

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Passantinnen und Passanten,

„Der 1. Mai ist unser Tag. Denn es sind die Beschäftigten, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten. Der 1. Mai ist unser Tag der Arbeit. Am 1. Mai demonstrieren wir für die Würde der arbeitenden Menschen!“

Ihr fragt euch jetzt sicher, was uns dazu hingerissen hat euch die Arbeit als etwas Würdevolles anpreisen zu wollen, immerhin haben wir uns ja alle bewußt nicht schon heute morgen um elf Uhr am DGB-Haus getroffen. Und ihr geht ganz recht in der Annahme, diese Sätze stammen nicht von uns, sie sind die ersten aus dem diesjährigen Aufruf der Gewerkschaften.
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Was passiert in der Türkei? An die Lebenden – Schweigen für die Toten

FAU-Bonn und ASJ-Bonn führen spontane Solidaritätsaktion zur Schweigeminute der Gruppe „Anarchist*innen und Aktivist*innen aus der Türkei“ durch. In etwasüber einer Stunde verteilten wir über 200 Flyer, führten interessante Diskussionen und erhielten viel Zuspruch. Einige türkische Passanten bedankten sich ausdrücklich für die Aktion.

Was passiert in der Türkei? An die Lebenden - Schweigen für die Toten Schweigeminute und Soliaktion in Bonn

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Lust auf Newsletter von LiZ?

Willst du einfach und schnell auf dem neusten Stand darüber sein, was die LiZ Kampagne als nächstes anstellt? Bescheid wissen wenn plötzlich in der Stadt ein libertärer Ort entsteht, vielleicht für einen Nachmittag, vielleicht für länger ….

Dann schreib doch einfach eine Mail an liz-bonn[ät]riseup.net mit dem Betreff „Newsletter“!

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Veranstaltungsreihe: Anarchistische Basics


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Erfolgreiche 1. Mai Demo

Heute fand zum ersten Mal eine anarchistisch/libertäre 1. Mai Demonstration mit anschließendem libertärem Straßenfest in Bonn statt.

Zwischen 180 und 200 Menschen sammelten sich für die anarchistisch/libertäre Demonstration, welche vom Bündnis Bonn Libertär für 14:00 Uhr am Kaiserplatz, in Nähe des Hauptbahnhofs, angekündigt war. Nachdem zu Anfang der Aufruf verlesen wurde, folgte ein Redebeitrag der LiZ – Kampagne für libertäre Zentren, in dem Leerstand in Bonn und die vergangenen Besetzungen thematisiert wurden. Um ca. 14:40 Uhr startete die Demo und zog lautstark durch die Innenstadt Richtung Bertha-von-Suttner Platz, wo die Zwischenkundgebung stattfand. Es gab eine Rede der Gruppe Phoenix zur Kritik der Arbeit und eine des Antifa AK Köln, welche die aktuelle Situation in Griechenland behandelte. Danach zogen die Demonstrant*innen durch die Altstadt zum Frankenbadplatz, auf dem ein libertäres Straßenfest stattfand. Während der Demonstration wurden Flugblätter an Passant*innen verteilt und es gab mehrfach Einlagen von Pyrotechnik. Die Polzei verhielt sich die ganze Zeit ruhig, filmte jedoch die Demonstration ab.

Nachdem das Straßenfest begonnen hatte gab es einen Redebeitrag der Anarchistisch Syndikalistischen Jugend (ASJ) Bonn zu Selbstorganisierung und einen der Libertären Jugend Siegburg (LJS) zu Polizeigewalt und Repression in Siegburg. Danach gab es musikalische Beiträge von Liedermachern und DJ*anes. Auf dem Fest gab es Infostände der ASJ Bonn, Freie ArberiterInnen Union Bonn, Junge Antifa Siegburg, refugees welcome [Bonn], LiZ, Anarchistische Gruppe Köln und der Tierrechtsgruppe Bonn. Die Volxküche Nordeifel sorgte für Verpflegung. Dem Fest schlossen sich noch wesentlich mehr Menschen an.

Gegen 20:15 Uhr wurde die Veranstaltung beendet und mit dem Abbau begonnen.

Der Tag kann als Erfolg gewertet werden, da die Demonstration für Bonner Verhältnisse relativ groß war (größere linksradikale Demos kamen in den letzten Jahren lediglich bei bundesweiter Mobilisierung zustande) und das auch noch an einem Tag, an dem auch noch zahlreiche Naziaufmärsche stattfanden (bzw. verhindert wurden). Der DGB schaffte heute übrigens auch keine höhere Teilnehmer*innenzahl. Die große Teilnahme und das Interesse von Nachbarschaft und Passant*innen am Straßenfest zeigt uns, dass es noch einiges an anarchistischem Potenzial in Bonn gibt und es war sicherlich nicht die letzte anarchistisch/libertäre 1. Mai Demo.

Für mehr Bilder klickt hier.

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Was geht am Frankenbad?

Für alle, die sich gefragt haben, was überhaupt beim Fest am Frankenbad sein wird, können wir jetzt einen kleinen Überblick präsentieren.

Info-Stände wird es voraussichtlich geben von:

(wird laufend aktualisiert)

Außerdem wird uns LiZ mit Essen versorgen und diverse Kreative sorgen für Musik.

Los geht’s am 1. Mai wie angekündigt ca. um 16h am Frankenbad, wo auch die Demonstration endet.

 

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AFRR kommt nach Bonn!

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass die Anarchistische Föderation RheinRuhr für den 1. Mai nach Bonn mobilisiert!

Voraussichtlich wird es dazu am 26. und 27.04. zwei Mobilisierungsveranstaltungen in der Region geben. Mehr Informationen folgen.

Außerdem gibt es eine gemeinsame Anreise aus dem Ruhrgebiet:
Der Treffpunkt am 1. Mai ist im Bochumer Hauptbahnhof in der Eingangshalle um 10.40 Uhr! (seid bitte pünktlich)

Mögliche Zustiegspunkte auf der Route sind:

Paderborn Hbf Abfahrt um 09:38 Uhr auf Gleis 1
Lippstadt um 09:53 Uhr auf Gleis 1
Soest um 10:04 Uhr auf Gleis 4
Hamm(Westf) um 10:22 Uhr auf Gleis 1
Kamen um 10:31 Uhr auf Gleis 1
Dortmund Hbf um 10:45 Uhr auf Gleis 11

Treffpunkt (10.40 Uhr Eingangshalle Bochum Hbf) und gemeinsamer Fahrbeginn:

Bochum Hbf um 10:56 Uhr auf Gleis 3 a)
Wattenscheid um 11:01 Uhr auf Gleis 1
Essen Hbf um 11:09 Uhr auf Gleis 2
Mühlheim(Uhr) Hbf um 11:15 Uhr auf Gleis 6
Duisburg Hbf um 11:23 Uhr auf Gleis 4
Düsseldorf Flughafen um 11:32 auf Gleis 4
Düsseldorf Hbf um 11:40 Uhr auf Gleis 15
Düsseldorf-Benrath um 11:46 Uhr auf Gleis 2
Leverkusen Mitte um 11:55 Uhr auf Gleis 2
Köln-Mühlheim um 12:02 Uhr auf Gleis 1
Köln Messe/Deutz um 12:09 Uhr auf Gleis 8
Köln Hbf Ankunft um 12:12 Uhr auf Gleis 9

Hier müssen wir alle einmal auf dem selben Gleis 9 aus/um/einsteigen

Köln Hbf Abfahrt um 12:32 Uhr auf Gleis 9 a)b)
Köln Süd um 12:38 Uhr auf Gleis 1
Brühl um 12:45 Uhr auf Gleis 1
Bonn Hbf Ankunft um 12:55 Uhr auf Gleis 3

Mehr Infos hier: http://afrheinruhr.blogsport.de/

 

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1. Mai 2013

Los geht’s am 1. Mai in Bonn um 14 Uhr am Kaiserplatz mit einer anarchistisch-libertären Demo, um 16 Uhr gibt es am Frankenbad ein Straßenfest.
Nähere Infos folgen.

Der Aufruf und das Plakat zur Demo stehen schon:

Plakat

Heraus zum 1. Mai!

Gemeinsam mit libertären, antiautoritären und anarchistischen Genoss*innen wollen wir entschlossen und kämpferisch unsere Ideen, Träume und Wünsche auf die Straße tragen.

Überall auf der Welt kämpfen Genoss*innen für die eigene Befreiung und die der sie umgebenden Gesellschaft. Wir versuchen unsere Ketten abzustreifen und sagen dem Bestehenden den Kampf an, denn eine Welt, in der Menschen Hunger leiden, obwohl es genügend Nahrung gibt; in der Kriege zur Profitmaximierung geführt werden, ist eine Welt in der wir nicht leben wollen. Wir wollen ein Zeichen setzen, für unsere kämpfenden Genoss*innen überall auf der Welt, für unsere Ideen und gegen unsere Leiden, gegen den Kapitalismus als ein Übel, das es zu überwinden gilt.

Wir wollen eine Welt in der für jede*n Platz ist, eine Welt ohne Herrschaft und Ausbeutung. Wir streben ein Leben in Freiheit an, ein Leben, welches sich zu leben lohnt.

Der Zwang zur Arbeit…

Überall auf der Welt werden Lohnabhängige, zur Profitmaximierung, bis an ihre Grenzen und darüber hinaus physisch und psychisch ausgebeutet.

In der BRD werden ganze Arbeitssektoren prekarisiert, durch Leiharbeitsfirmen in ständig neue miese Arbeitsverhältnisse gezwungen, durch 450€ Jobs am Rande der Existenz gehalten und Erwerbslose in ARGE und Jobcenter gedemütigt, gedeckelt, zu Arbeit gezwungen, deren Lohn nicht zum Überleben reicht,

Verstärkt wird dies durch die – gar nicht überraschende – „Krise“ des Kapitalismus und den damit einhergehenden Zwang zu „Sparen“, wodurch immer neue Kürzungen gerechtfertigt werden.

als Fetisch und für die Nation

In Europa baut Deutschland als Krisengewinner Druck auf andere Staaten auf, zwingt z.B. Griechenland zu Privatisierungen, welche letztlich auch deutschen Großunternehmen in die Hände spielen. Die Vormachtstellung wird immer weiter ausgebaut und agressiv durchgestzt. „Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen!“ (CDU-Fraktionschef Volker Kauder).

In breiten Teilen der Gesellschaft hat sich, damit einhergehend, ein Arbeitsfetisch etabliert, der letztendlich in einem, von verschiedenen Institutionen durchgesetzten, Arbeitszwang gipfelt – frei nach dem Motto: „Wer nicht arbeitet ist auch nichts!“ Gleichzeitig mündet diese Einstellug allzu oft in Sozialchauvinismus, der sich gegen ALG-II Bezieher*innen, andere „Faulenzer“ oder „Sozialschmarotzer“ richtet und rassistische Hetze gegen „faule Südländer“ (Bild) fördert.

Die großen Gewerkschaften spielen dieses Spiel willig mit und haben sich durch die Sozialpartnerschaft dem Kapital schon vor langer Zeit an den Hals geworfen. Sie halten das falsche Bild aufrecht, Arbeit müsse nur „fair“ bezahlt werden und damit hätten sich die Probleme eigentlich auch schon gelöst. Damit wird der Zwang zur Arbeit verschleiert und so getan als könnte es ein Gleichgewicht zwischen Kapital und den Menschen geben. Die einfachste Grundregel des Kapitalismus, dass dieser ständig neu akkumulieren (Gewinne erhören) muss, wird vergessen.

Nicht nur ökonomisch Zwänge…

Überall ist Arbeit auch verbunden mit patriarchaler Herrschaft. Auch in unserer heutigen, vermeintlich so emanzipierten Gesellschaft sind Frauen den Strukturen männlicher Dominanz unterworfen. Frauen verdienen in Deutschland zwischen 8 und 12% weniger als männliche Kollegen – bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit. Auch die deutliche Unterrepräsentanz von Frauen in höheren beruflichen Positionen ist kein Zufall, sondern ein Ausdruck der sexistischen gesellschaftlichen Strukturen in denen wir nach wie vor leben. Sexuelle Unterdrückung und Diskriminierung sind auch heute noch an der Tagesordnung und tief in allen Bereichen dieser Gesellschaft verankert. Somit wird es als selbstverständlich hingenommen – und durch den Staat liebend gern gefördert -, dass die Frau für die Kindererziehung zu Hause bleibt, während Hausmänner sowieso nur Weicheier sind, die sich ganz unmännlich dem karrieregeilen Weib unterwerfen.

Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft führt zwar zu einer vermeintlich größeren Wahlfreiheit der Lebensentwürfe, doch gerade die konstruierten Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden nicht hinterfragt, geschweige denn angegriffen.

Solange Lesben nur in Pornos akzeptiert sind, Männer mit lackierten Fingernägeln als Schwuchteln beschimpft werden und Frauen sich rechtfertigen müssen, wenn sie sich gegen sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen – solange kann von einer emanzipierten Gesellschaft nicht die Rede sein und solange wird es keine wirkliche Freiheit geben.

… müssen überwunden werden

Alle Formen der Ausbeutung und Unterdrückung, ob durch Lohnarbeit, Rollenbilder oder Chauvinismus müssen für eine befreite Gesellschaft überwunden werden. Dabei können wir uns nicht auf Staaten oder Parteien verlassen. Der Staat ist nur der lokale Verwalter der Ausbeutung, von ihm ist keine Hilfe zu erwarten, ebensowenig, wie von allen Organisationen die ihn stützen. Unser Kampf gegen staatliche und jede andere Form von Herrschaft ist notwendig, weil eine selbstverwaltete Gesellschaft, frei von Unterdrückung sich nicht von oben herab installieren lässt, sondern von den Menschen selbst errichtet werden muss.

Für diese Gesellschaft werden wir uns solidarisch organisieren. In gegenseitigem Austausch können wir erfahren, wie es ist, ohne Zwang und Konkurrenz zu leben und zu arbeiten. Selbstverwaltet erkennen wir die Fähigkeiten und Bedürfnisse jeder einzelnen Person und können uns gemeinsam danach richten. Und während die Gleichheit der Menschen Ausgrenzung und Ausbeutung ausschließt, werden Vielfalt und individuelle Freiheit gewahrt.

Auch wenn es bis dahin noch ein langer Weg ist:

Lasst uns für dieses bessere Leben für alle am 1. Mai auf die Straße gehen.

Kommt zur libertär-anarchistischen Demonstration um 14 Uhr am Kaiserplatz in Bonn!

Für die Anarchie!

 

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